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Neptun
Neptun ist der achte Planet von der Sonne aus und der viertgrößte
nach Durchmesser.
Umlaufbahn 4.504.000.000
km (30,06 AE) oberhalb der Sonne
Durchmesser: 49.532 km (äquatorial)
Masse:
1,0247·1026 kg
In der römischen Mythologie war Neptun (griechisch: Poseidon)
der Gott des Meeres.
Nach der Entdeckung von Uranus wurde bemerkt, dass seine Umlaufbahn
nicht mit den Newtonschen Gesetzen übereinstimmt. Es wurde daher vorausgesagt,
daß ein weiterer entfernterer Planet die Umlaufbahn des Uranus beeinflusst.
Neptun zuerst am 23. September 1846 von Galle und d'Arrest sehr nahe an
der Stelle beobachtet, die Adams und Le Verrier nach Berechnungen vorhergesagt
hatten, die auf den beobachteten Positionen von Jupiter, Saturn und Uranus
beruhten. Nachfolgende Beobachtungen zeigten, daß die von Adams und
Le Verrier errechneten Umlaufbahnen ziemlich schnell von den tatsächlichen
abweichen. Wäre die Suche nach dem Planeten wenige Jahre früher
oder später durchgeführt worden, wäre er nirgends in der
Umgebung der vorhergesagten Stelle entdeckt worden.
Neptun wurde nur von einem Raumfahrzeug besucht, von Voyager 2 am 25.
August 1989. Fast alles, was wir über Neptun wissen, verdanken wir
dieser Annäherung.
Weil Plutos Umlaufbahn so exzentrisch ist, kreuzt sie manchmal die
Umlaufbahn des Neptun. Ab 1979 war Neptun tatsächlich der Planet,
der am weitesten von der Sonne entfernt ist; seit Februar 1999 ist es wieder
Pluto.
Neptun Zusammensetzung ist wahrscheinlich der des Uranus ganz ähnlich:
verschiedene "Eisarten" und Felsen mit ungefähr 15% Wasserstoff und
etwas Helium. Wie Uranus, aber im Gegensatz zu Jupiter und Saturn, könnte
er keine getrennten inneren Schichten haben, sondern statt dessen mehr
oder weniger einheitlich in seiner Zusammensetzung sein. Aber es gibt sehr
wahrscheinlich einen kleinen Kern (mit einer Masse, die ungefähr der
der Erde entspricht) aus felsigem Material. Seine Atmosphäre besteht
im wesentlichen aus Wasserstoff und Helium mit einem geringen Anteil Methan.
Neptuns blaue Färbung ist Ergebnis der Absorption roten Lichts
durch das Methan in der Atmosphäre.
Als typischer Gasplanet hat Neptun kräftige Winde, die sich zu
Streifen entlang der Längen formen, sowie große Stürme
oder Wirbelstürme. Neptuns Winde sind die schnellsten im Sonnensystem
mit Geschwindigkeiten bis zu 2.000 km/h.
Wie Jupiter und Saturn besitzt Neptun eine innere Hitzequelle-- er
strahlt mehr als doppelt soviel Energie ab als er von der Sonne empfängt.
Zur Zeit der Voyager-Annäherung war Neptuns prominenteste Erscheinung
der Große Dunkle Fleck auf der südlichen Hemisphäre. Er
war ungefähr halb so groß wie Jupiters Großer Roter Fleck
(mit etwa dem Durchmesser der Erde). Neptuns Winde wehten in westwärts
mit etwa 300 Metern pro Sekunde (knapp 1.100 km/h). Voyager 2 bot sich
außerdem ein kleinerer dunkler Fleck auf der Südhalbkugel und
eine unregelmäßige weiße Wolke, die in etwa alle 16 Stunden
um Neptun herum schwirrt und heute als "The Scooter" (übersetzt in
etwa "Der Flitzer".) bekannt ist . Es könnte sich um eine Rauchfahne
handeln, die aus niedrigeren Schichten aufsteigt, aber seine wahre Natur
bleibt ein Mysterium.
Wie auch immer, Beobachtung des Neptun von HST im Jahre 1994 zeigen,
daß der Große Dunkle Fleck verschwunden ist! Entweder hat er
sich einfach aufgelöst, oder er ist von anderen Teilen der Atmosphäre
verdeckt. Wenige Monate später wurde ein neuer dunkler Fleck auf Neptuns
Nordhalbkugel entdeckt. Dies könnte darauf hinweisen, daß sich
Neptuns Atmosphäre ausgesprochen schnell verändert, möglicherweise
wegen geringfügiger Temperaturunterschieden zwischen den oberen und
unteren Schichten der Wolken.
Neptun besitzt ebenfalls Ringe. Beobachtungen von der Erde aus zeigten
lediglich feine Bögen an Stelle von vollständigen Ringen, aber
die Bilder der Voyager 2 zeigten durchgehende Ringe mit hellen Klumpen.
Einer der Ringe scheint eine seltsame verdrehte Struktur aufzuweisen.
Wie die Ringe von Uranus und Jupiter sind auch die des Neptun sehr
dunkel, aber ihre Zusammensetzung ist unbekannt.
Neptuns Magnetfeld ist, wie das von Uranus, ungewöhnlich ausgerichtet
und wird wahrscheinlich von leitendem Material (wahrscheinlich Wasser)
in den mittleren Schichten hervorgerufen.
Neptun kann mit einem Feldstecher gesehen werden (wenn man exakt weiß,
was man suchen muss), aber um mehr als eine winzige Scheibe zu sehen, wird
ein großes Teleskop benötigt.
Neptuns Satelliten.
Neptun besitzt 8 bekannte Monde; sieben kleine und Triton.
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